Wir haben in diesem Jahr noch keinen Urlaub gemacht und nun musste es aber mal sein. Wir wollten eine Woche durch das Riesengebirge wandern und mal ein paar Tage nicht über unser Bauprojekt sprechen. Anschließend sollte die zweite Woche dazu dienen, alle aktuellen Bauthemen abzuarbeiten und bestenfalls etwas vorzuarbeiten.
Wir meldeten uns für die Wanderwoche ordentlich beim Bauleiter ab und ich versuchte mindestens dreimal mit unserem Sanitär- und Heizungsinstallateur im Vorfeld des Urlaubs einen Termin zu machen, um sein Angebot für die Sanitärausstattung im Bad abzustimmen und eventuelle Unklarheiten zur Badplanung abzustimmen. Ich habe ihn förmlich gebettelt, es gab keine Möglichkeit einen Termin zu machen. Er sei tagsüber auf anderen Baustellen unterwegs und am Nachmittag wolle er bei dem schönen Wetter auch den Feierabend genießen. Somit haben wir uns nur darauf verlassen können, dass die vorliegenden Planungsunterlagen keiner weiteren Klärung bedürfen und alles Notwendige zur Bauanlaufberatung besprochen wurde.

Und es kam was kommen musste: Zwei Tage hatten wir Ruhe, dann rief uns der Sanitär- und Heizungsinstallateur am Fuße der Schneekoppe an. Plötzlich gab es dringenden Gesprächsbedarf zum Standort des Heizverteilers und die drängende Frage, ob das Ausgussbecken im HWR denn wirklich installiert werden solle. Unser Verständnis hielt sich in Grenzen und die Lust an der Kommunikation ging gegen Null – vor uns der Gipfel, um uns Menschen und dazu das im Gebirge typische schlechte Funknetz.

Den vorerst krönenden Abschluss in Sachen Sanitärinstallation erlebten wir aber nach unserer Rückkehr. Eine erste Besichtigung ergab, dass die Unterputzarmatur der Dusche an der falschen Stelle saß und der zur Belüftung des Abwasserrohrs am WC notwendige DURGO-Lüfter auch nicht an der zur Bauanlaufberatung vereinbarten Stelle vorgesehen wurde. Nun hatte der Profi Zeit für uns, zeigte allerdings wenig Einsicht und machte uns noch Vorwürfe. Nacharbeiten muss er trotzdem.

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