Wir haben es gefunden, unser Baugrundstück!

Nach vielen Besichtigungstouren, bei denen uns der kompetente und wirklich engagierte Grundstücksexperte unserer Baufirma viele Baugrundstücke präsentierte, sollten wir endlich erfolgreich sein?

Wir hatten zunächst unsere Rahmenbedingungen festgelegt:

  • Baulücke, kein Bebauungsgebiet
  • Lage am Stadtrand von Dresden, bevorzugt im Westen, weil wir dort derzeit wohnen und einen idealen Arbeitsweg haben und auch sonst alles passt, oder gleich hinter der Stadtgrenze
  • ruhige Lage und trotzdem gute verkehrstechnische Anbindung auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, damit wir auch mal ohne Auto beweglich bzw. erreichbar sind
  • möglichst schöner Weitblick und weniger Einblick (Wir hatten uns ja bereits für ein Haus entschieden und wollten mit Dachterrasse bauen.)
  • Größe 600 – 1000 m²
  • es musste natürlich in unser Budget passen

Wir ahnten ja schon, dass es nicht einfach werden würde, in einer Zeit zu der alle bauen wollen, das für uns passende Grundstück zu finden. Unser Grundstücksexperte fuhr uns an vielen Tagen geduldig durch die Gegend, nannte uns die Eckdaten der Objekte, ließ uns diverse Rankings erstellen. Von der Streuobstwiese bis zum kleinen Grundstück ohne Sonnenstrahl oder dem (für uns) unbezahlbaren schönen und sonst passenden Grundstück war alles dabei.
Bei unseren Ausflügen waren wir oft in Freital (was im Süd-Westen an Dresden grenzt) unterwegs und hielten, gemütlich auf der Rückbank sitzend, Ausschau nach Bushaltestellen, Schildern, die Grundstücke anboten und ließen die Gegend auf uns wirken. Dabei fiel uns ein Gartengrundstück auf, was völlig zugewachsen, verwildert mit alten verrotteten kleinen Hütten und viel Müll am Straßenrand lag und eben mit dem besagten Schild einer Immobilienfirma am Zaun. Das könnte es sein, dachten wir, als wir über den Maschendrahtzaum lugten – Baulücke in Hanglage, schöner Blick über das Tal von Freital auf den Gegenhang, unverbaubarer Blick, Bushaltestelle in der Nähe. Der Blick ins Immobilienportal ergab, dass auch der Preis passte.

 

 

Allerdings hatte die Immobilienfirma keinerlei Interesse an einem schnellen Besichtigungstermin, man vertröstete wegen schlechten Wetters und war auch generell ganz schlecht zu erreichen. Da nahm unserer Grundstücksexperte das Heft selbst in die Hand. Er verabredete sich mit uns am Grundstück, bat einen Nachbarn um Zugang und ging einfach mit uns auf das Grundstück. (Hätten wir uns niemals allein getraut.)
Wir arbeiteten uns durch verfallene Schuppen, Hühnerställe, oder was immer das auch einmal war, in denen aller möglicher Unrat lag vor bis in den blattlosen (weil Februar) Dschungel aus Bäumen, Büschen und vor allem Brombeergestrüpp. Verstaubt, spinnweben- und gestrüppbehangen hatten wir aber einen Eindruck von der Größe und dem Gefälle gewonnen. Weil es ein Gartengrundstück war, waren Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss natürlich nicht vorhanden. Muss man sich eben später noch drum kümmern, sagt unser Grundstücksexperte.

Wir waren überzeugt, dass es aufwendig sein würde, diese Prinzessin (oder eben den Frosch) wach zu küssen, aber dann hätten wir genau das, was wir wollten. Somit verkündeten wir der Immobilienfirma unseren Kaufwunsch und ein paar Monate später (die Immofirma war wirklich nicht von der schnellsten Sorte) waren alle Vorbereitungen für den Erwerb getroffen.

Wir nutzten die Zwischenzeit, eine Bauvoranfrage zu stellen. Denn ohne diesen positiven Bescheid, was die Bebaubarkeit überhaupt und unser gewünschtes Flachdach anbelangt, hätten wir natürlich nicht gekauft.

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