„Wir sind doch im falschen Film.“ Dachten wir uns, als es gestern einen unglaublichen Kontakt zum Heizungs- und Sanitärinstallateur gab. Grund dafür waren einige Fragen, die sich stellten, nachdem wir gesehen hatten wo und wie die Heizschlaufen der Fußbodenheizung verlegt wurden.
Wir hatten beauftragt, unter den Schränken der Küche, unter der Kücheninsel und an einer Stelle an der Außenwand, an der vielleicht irgendwann einmal ein Kaminofen gestellt wird, die Fußbodenheizung auszusparen.

Das wurde auch so erledigt. Aber zusätzlich wurde unter der bodengleichen Dusche und im Garderobenraum in der Diele ebenfalls die Fußbodenheizung ausgespart. Das verwunderte uns vor allem deshalb, weil wir den Hinweis, dass unter einer bodengleichen Dusche auf jeden Fall die Heizung verlegt werden sollte eben vom Installateur kam.
Außerdem wunderte uns, dass in den verschiedenen Räumen die Abstände zwischen den Schleifen sehr unterschiedlich waren (im Gästezimmer sehr eng und im Wohnbereich sehr weit.) Also stellten wir die Fragen unserem Bauleiter, der wiederum den Installateur beauftragte, uns die Dinge zu erläutern.

So weit so gut. Was dann passierte ist unglaublich. Der Installateur rief an und brüllte am Telefon, dass das ja wohl nicht sein könne, dass wir uns ständig etwas anderes wünschen. Bisher wäre noch nie etwas von einer bodengleichen, sondern immer nur von einer bodentiefen Dusche (mit Duschtasse) die Rede gewesen. Außerdem hätte er so etwas noch nie erlebt, dass seine Arbeiten immer voller Misstrauen kontrolliert würden. Und uns die Physik zu erklären, das wäre nicht seine Aufgabe, da hätte er besseres zu tun. Im Abstellraum würde man im übrigen nicht heizen, wenn man da Zwiebeln lagern wolle. Der Einwurf, dass wir nicht beabsichtigen, in der Garderobe Zwiebeln zu lagern, wurde mit der Aussage quittiert, dass er schließlich nichts dafür könne, wenn wir uns ständig etwas anderes ausdenken.

Und weil wir manchmal ja auch Fehler machen, ging der erste Blick in die Planungsunterlagen, ob dort eine bodentiefe oder bodengleiche Dusche geplant war. Und natürlich ist in den Unterlagen von Anfang an eine bodengleiche Dusche mit Abflussrinne gezeichnet und im Bemusterungsprotokoll die entsprechende Rinne beauftragt worden. (Es sei denn die Abkürzung „bodengl. Dusche“ steht für bodentiefe Dusche.)

Da wir bei der Firma eigentlich die komplette Badinstallation beauftragt haben, also auch die Dinge zu liefern und zu verbauen, die wir bei unserem Hauptauftragnehmer abgewählt haben, wäre hier eine vertrauensvolle Zusammenarbeit besonders wichtig. Die scheint uns nun aber nicht mehr möglich. Insofern beschäftigen wir uns gedanklich mit einem Plan B, wohlwissend, dass die Beendigung der Zusammenarbeit mitten im laufenden Projekt andere Schwierigkeiten mit sich bringen würde.

One thought on “Falscher Film

  1. rpi

    Der Inhaber der Sanitärfirma hat heute, zwar nach schriftlicher Aufforderung, aber immerhin um Entschuldigung gebeten. Nun hoffen wir, dass uns Plan B erspart bleibt und es von nun an eine normale Zusammenarbeit gibt.

Kommentieren

*